Bosnien mit Dogs Hope

Wie ein Verein mit rund 10 aktiven Mitgliedern es geschafft hat einer ganzen Stadt in Bosnien zu helfen:

In der bosnischen Stadt Velika Kladusa kümmert sich der Tierschutzverein Dogs Hope nicht nur um Straßenhunde, sondern auch um die Menschen vor Ort. Das Problem sind nämlich nicht die Straßenhunde an sich, sondern es ist ein Meschen gemachtes Problem. Die meisten Menschen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, die Infrastruktur ist durch den Krieg, der gerade einmal seit 20 Jahren zu Ende ist, auf mittelalterlichen Stand, somit fehlt es auch am wichtigsten Punkt: der Bildung. Die Einheimischen können oft die Verantwortung die ein Hundebesitzer tragen muss nicht erfüllen und so wurden es immer mehr Hunde auf den Straßen.

 

Der Verein hat den Ansatz die Menschen vor Ort aufzuklären und die Bevölkerung mit einzubeziehen. Unumgänglich um die Vermehrung der Hunde in den Griff zu bekommen sind die Kastrationen, die vom Verein selbst finanziert werden. Tiere die in Not geraten sind werden medizinisch Versorgt und wenn es machbar ist wird ein Zuhause in Deutschland für diese gesucht.

 

Als wir uns Ende November an einem Freitag Abend auf den Weg nach Bosnien gemacht haben, wusste ich einfach noch nicht so recht was mich erwarten würde. Mein Auftrag war es Bilder der Situation und der Arbeit die Dogs Hope leistet zu machen. Nach gut 8 Stunden Fahrt mussten wir die Autobahn verlassen um auf Landstraßen in Kroatien und Bosnien Kladusa zu erreichen. Schon hier konnte man erkennen welche Armut in den Ländern herrscht: Ein verlassenes Haus nach dem nächsten, eingefallen und verwahrlost, Dörfer ohne Stromversorgung und entlang der schlechten Straße kilometerlang brachliegendes Land. Angekommen in Kladusa vielen mir nicht nur die Hunde auf der Straße ins Auge sondern auch die vielen Flüchtlinge die an der Grenze zur EU verweilen müssen. Es waren hunderte oder sogar tausende die dort festsitzen. Untergebracht auf einem Areal das besiedelt ist mit Zelten, sitzen viele auf  Müll um nicht auf dem blanken, kalten Boden zu sitzen., Mütter und Kinder die die eisigen Nächte in ihren Zelten verbringen müssen. Es waren traurige Szenen die wir von der Straße aus beobachtet haben.

Die Winter in Bosnien sind kalt und lange, so haben wir mein Auto nicht nur mit Verpflegung für die Hunde sondern auch mit sehr vielen Kleiderspenden für die Flüchtlinge vollgepackt. Wir haben die Futterstellen für die „wilden“ Hunde abgefahren, haben den großen Shelter besucht in dem Straßenhunde von der Stadt untergebracht werden und haben Pflegestelle die Dogs Hope betreibt Versorgung gebracht.

Ich bin immer noch überrascht von der Situation in der sich das Land, die Menschen und die Tiere befinden. Herauszuheben ist aber dabei was sich in den letzen Jahren in Kladusa dank Dogs Hope getan hat! Noch vor zwei Jahren waren es wesentlich mehr Streuner die sich auf den Straßen in der Stadt oder auf den verlassenen Ländereien herumgetrieben haben.  Durch engagierte Mitglieder, Spendengelder und  Vermittlung von Hunden hat sich das Leid der Hunde und auch das der Menschen deutlich verringert.

 

Möchtest du auch helfen? Dogs Hope freut sich über Spendengelder, neue Mitglieder oder über dich als zukünftiger Hundebesitzer!

 

Meine Weihnachtsspende ging dieses Jahr damit an Dogs Hope! Deine Auch?

 

Schaut euch einige meiner Impressionen aus Bosnien an…

 

Danke fürs vorbeischauen, es darf gerne geteilt werden! ♥

https://www.dogshope.de/

Einschusslöcher  in einem Straßenschild… auch an vielen Hauswänden zu erkennen.

Im Shelter haben die Hunde kein Dach über dem Kopf. Dogs Hope hat hier mit einer Hüttenbauaktion geholfen. Die Hunde haben ihre Freude daran! 

Traurige Hundeaugen im Shelter.

Wunderschöne, wilde Tiere! 

Glückliches Hundegesicht in der Pflegestelle

Futterstelle im Steinbruch! So schön und traurig zu gleich…

Zutraulich und dankbar, das sind die allermeisten Hunde hier!“

Ton in Ton… 

Die Menschen hier füttern die wilden Hunde gelegentlich mit alten Schlachtabfällen… nicht immer gut für die Tiere!

Eine wildes Rudel

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